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Abfindung – wann steht sie einem Arbeitnehmer zu und wie hoch muss sie sein?

Die Unterscheidung zwischen Abfindung und Entschädigung ist in Deutschland nicht ganz einfach. Beide werden gezahlt wenn das Arbeitsverhältnis beendet wird. Eine Abfindung entspricht eher einer Provision also einer zusätzlichen Zahlung aufgrund guter Leistungen. Eine Entschädigung hingehen ist wie der Name schon andeutet eher ein Schadensersatz. In Deutschland gibt es nicht viele Gründe warum eine Abfindung gezahlt wird.

Ein Arbeitnehmer kann eine solche nur geltend machen wenn, er einen gerichtlichen oder außergerichtlichen Vergleich erstritten hat, wenn es um die Wirksamkeit der Kündigung geht. Wenn ein Arbeitsgericht entschieden hat, dass der Arbeitsvertrag aufgelöst wird, da es für den Mitarbeiter unzumutbar ist weiter in dem Unternehmen zu arbeiten. Aufgrund spezieller Regellungen innerhalb eines Tarifvertrages oder eines Sozialplanes (der muss bei bevorstehenden Massenentlassungen erarbeitet werden). Auch der so genannte Nachteilsausgleich ist ein Grund für eine Abfindung. Oder aufgrund des im Kündigungsschutzgesetz geregelten Abfindungsanspruch. Dort ist geregelt, dass wenn ein Mitarbeiter eine ordentliche betriebsbedingte Kündigung bekommt, und er seinen Arbeitgeber nicht verklagt weil er dort weiter Beschäftigt werden will, ihm eine Abfindung zusteht. Der Vorteil dieser gesetzlichen Regelung liegt vor allem darin, dass der gekündigte Arbeitnehmer nicht die Zahlung des Arbeitslosengeldes gesperrt bekommt.

Auch die Höhe der Abfindung ist in diesem Gesetz geregelt. Es muss mindestens ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr gezahlt werden. Aber meist liegen Abfindungen wesentlich höher, was auf der einen Seite durch gute Anwälte begründet wird auf der anderen durch das Prozessrisiko des Unternehmens.





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