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Wodurch kann Mobbing entstehen?

Nicht nur durch die schlechte wirtschaftliche Lage hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt verschärft. Immer wieder heißt es die Ellenbogen einsetzen, wenn es darum geht, den Job zu behalten. Doch leider sind die Methoden, sich einen Vorteil zu verschaffen wesentlich defizieler geworden. Heute wird nicht mehr offensichtlich um die Gunst des Chefs gebuhlt, sondern ganz hinterlistig werden Kollegen schlecht gemacht, um sich damit in ein besseres Licht zu stellen.

Leider müssen meistens die vermeintlich Schwächeren unter den fiesen Attacken der Kollegen leiden und so sind es größtenteils auch diese, die vom Nervenkrieg am Arbeitsplatz am meisten abbekommen. Die Ursachensuche innerhalb eines Unternehmens ist sehr komplex. Meist gibt es mehrer Faktoren, die berücksichtigt werden müssen um die Ursachen für das Mobbing heraus zu finden. Es sind häufig Kleinigkeiten, die ausreichen um einen solchen Mobbingkrieg zu beginnen. Manchmal wird nur der Druck auf einen der Kollegen erhöht und dieser lässt es dann an jemand anderen aus. Aber manchmal braucht es nicht einmal dies, oft reicht es wenn einer der Kollegen „anders“ ist. Ein falscher Dialekt, eine zu große Nase oder ein etwas ausgefallener Kleidungsstil, kann in vielen Fällen schon reichen, um als Außenseiter aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden und schlimmer, noch gemobbt zu werden. Manchmal reicht es, wenn man beim Chef besonders beliebt oder gar mit ihm verwandt ist.

Forscher allerdings gehen davon aus, dass besonders strukturelle Faktoren Mobbing auslösen. Gute Beispiele hierfür sind eine schlechte Arbeitsorganisation, unklare Zuständigkeiten, Stress oder Monotonie, ungerechte Arbeitsverteilungen, Probleme in der Kommunikationsstruktur, Überforderung oder Langeweile. Hinzu kommen immer wieder Faktoren die Mobbing begünstigen, so ist es nicht gut, wenn unter den Mitarbeitern ein zu starkes Konkurrenzverhalten ausgeprägt ist oder das Management Dinge verlangt, welche sie selber nicht vorleben. Aber auch tief greifende organisatorische Veränderungen können in einem Unternehmen zu Mobbing führen, dies haben Wissenschaftler immer wieder in Unternehmen feststellen können, die weit reichende Umgestaltungen vorgenommen haben. Mobbing beziehungsweise Bossing wird aber auch immer wieder als strategisches Instrument eingesetzt, wenn es darum geht, bestimmte Mitarbeiter zur Kündigung zu bewegen. Von Bossing wird im dem Fall gesprochen, wenn der Arbeitnehmer nicht von seinen Kollegen gemobbt wird sondern vom Chef persönlich. Gründe für dieses Verhalten liegen meist darin, dass wenn der Arbeitnehmer selbst kündigt, Abfindungszahlungen oder lange Kündigungsfristen umgangen werden können.

Doch man darf nicht jeden Streit oder jede Meinungsverschiedenheit als Mobbinganschlag ansehen. Streit und Diskussionen gab es schon immer im Büro und wird es auch immer geben. Manchmal kann auch der ein oder andere Scherz nach hinten losgehen, und damit weit über das Ziel hinausschießen, doch auch dies ist nicht selbstverständlich Mobbing am Arbeitsplatz. Der kleine Unterschied zum Mobbing, ist einfach der, wenn man sich für solche Dinge nicht entschuldigt, oder am nächsten Tag kein klärendes Gespräch führt. Von Mobbing kann im Gunde erst Gesprochen werden, wenn solche Vorfälle häufig vorkommen und sich nur auf eine Person beziehen. Wenn man sagen kann, dass solche „Scherze“ mit Absicht bösartig sind und auch schon die ersten Anzeichen von Sabotage sichtbar sind.





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